Warum ist die Isolierverglasung bei der Wahl eines Qualitätsfensters so wichtig?

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Die Wahl des Glases für Fenster und Türen ist von entscheidender Bedeutung, insbesondere wenn es um die Verbesserung der Energieeffizienz und der Schalldämmung in einem Raum geht.

Struktur einer Isolierglaseinheit Die Isolierglaseinheit macht mehr als 80 % der Fensterfläche aus und hat den größten Einfluss auf die Dämmeigenschaften des Fensters – Wärmeschutz, Schalldämmung, Sonnenschutz und Lichtdurchlässigkeit. Aus diesem Grund sollten bei der Auswahl keine Kompromisse eingegangen werden. Sie ist weit mehr als nur zwei oder mehr Glasscheiben, die durch einen Abstandhalter und eine Versiegelung aus speziellen Komponenten verbunden sind. Investitionen in eine gute Isolierverglasung machen sich in relativ kurzer Zeit mehrfach bezahlt. Um gute technische Eigenschaften zu bieten, muss eine Isolierglaseinheit über zwei Dichtungsstufen verfügen. Das Zweibarrieren-Isolierglas besteht aus einem mit Trocknungsmittel gefüllten Abstandhalterrahmen, auf den beidseitig Butyl aufgetragen wird, das als Sperre gegen Wasserdampf dient (erste Dichtungsstufe). Die zweite Barriere ist die äußere Abdichtung des Raumes zwischen den Scheiben und dem Abstandhalter mit Polysulfid.

Vorteile von thermoplastischen Abstandhaltern Die neueste Technologie ist die Herstellung von Isolierglas mit thermoplastischen Abstandhaltern (TPS), die sich als Produkt mit den besten linearen Wärmedurchgangswerten positionieren und hervorragenden Raumkomfort, ausgezeichnete Energieeffizienz und extrem niedrige CO2-Emissionen garantieren. Hauptvorteile von Isolierglas mit TPS-Abstandhalter:

  1. Hohe Zuverlässigkeit durch den einzigartigen Prozess des kontinuierlichen Schließens des Abstandhalters (kein Steckverbinder/keine Nahtstelle).

  2. Der Abstandhalter wird bei hoher Temperatur auf das Glas aufgetragen, was eine sofortige Haftung am Glas unterstützt und eine optimale Verklebung des Pakets gewährleistet. Zudem entsteht eine sehr dichte und vollständige Verbindung mit der Dichtmasse. Bei diesem Verfahren werden Fehler wie menschliches Versagen beim Anbringen des Abstandhalters (Versatz) sowie Flecken und Staub auf dem Rahmen vermieden.

  3. 100%iges Kantenstreichen (Kantenbearbeitung) aller Scheiben.

  4. Möglichkeit zur Herstellung von Isolierglaseinheiten mit einer Dicke von 80 mm mit 4 Scheiben.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   

Warum ist die richtige Wahl der Isolierverglasung wichtig? Die Wahl der Isolierverglasung wird weitgehend durch die Normen zur Energieeffizienz bestimmt. Die Mindestanforderung in dieser Hinsicht ist der Einbau von Isolierglas mit beschichtetem Wärmeschutzglas (Low-E). Bestimmend bei der Auswahl sind zudem die geografische Region, die Nutzung des Gebäudes und die Ausrichtung des Gebäudes zur Sonne (Osten, Westen, Norden, Süden). Besonders wichtig für unser Klima ist der Solarschutz, d. h. der Sonnenschutz. Daher reicht die Verwendung von reinem Wärmeschutzglas nicht aus. Es hält zwar im Winter die Wärme im Raum, kann aber im Sommer zu einer Überhitzung führen. Für besseren Komfort bietet Rolplast in seinem Sortiment ein spezielles Hochenergieglas (Planistar Sun Plus) an, das Wärmeschutz- und Sonnenschutzfunktionen kombiniert. Je nach Glasdicke liegt der Solarfaktor dieses Glases bei 42–43 % und der Wärmedurchgangskoeffizient bei 1,1 W/m²K. Dieses Glas wird als Außenscheibe montiert, um ein Überhitzen der Räume im Sommer zu vermeiden. Für den Wohnungsbau wird der Einbau von Dreifachverglasung und die Verwendung einer Kombination aus Hochenergieglas, Normalglas und Low-E-Glas empfohlen. In diesem Fall fällt der Solarfaktor unter 40 %, und der Wärmedurchgangskoeffizient erreicht je nach Dicke des Glaspakets 0,5 – 0,7 W/m²K. Beim Bau von Gewerbeobjekten, Bürogebäuden oder anderen öffentlichen Gebäuden hängt die Verglasung von der architektonischen Gestaltung des Erscheinungsbildes des Gebäudes ab. In der Regel werden Gläser gewählt, die den Anforderungen an eine bestimmte Optik und Funktionalität entsprechen. Der Trend geht zur Verwendung von immer neutraleren Gläsern mit geringer Außenreflexion und guten Werten für Wärmedurchgang und Sonnenschutz. Meist werden Gläser mit einem hohen Selektivitätskoeffizienten eingebaut, welcher das Verhältnis von Lichtdurchlässigkeit zum Solarfaktor darstellt.

Eine weitere Anforderung an die Überkopfverglasung/Dachverglasung besteht darin, dass das innere Glas zwingend ein Verbund-Sicherheitsglas (VSG) und das äußere Glas ein einscheibiges Sicherheitsglas (ESG) oder Verbundglas sein muss. Dies geschieht aus Sicherheitsgründen. Bei großen Glasfassaden und Dachverglasungen empfiehlt sich zudem der Einsatz von selbstreinigenden Gläsern, die leicht zu pflegen sind und an kalten Morgen keinen Kondensatbeschlag bilden.